Sonntag, 26. Mai 2019
Notruf : 112

Was tun, wenn das Schloss brennt?

 

Homberg (pw). Vor beeindruckender Kulisse übten am Freitagabend die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz in Homberg (Ohm). Weit über den Dächern der Stadt wurde mit dem Brand des Schlosses der Ernstfall geprobt. „Die Priorität lag auf der Versorgung mit Löschwasser“, schilderte Stadtbrandinspektor Thomas Stein.

 

Für dieses Szenario hält die Stadt Homberg einen Sondereinsatzplan vor. „Sollte es zu einem Brand kommen, sind sofort mehrere Einheiten aus der Umgebung gefragt“, so der Stadtbrandinspektor.

 

Dem Plan zufolge rückten am Freitag die Feuerwehrleute aus Erbenhausen, Maulbach, Nieder-Ofleiden, Ober-Ofleiden und Homberg an, zudem waren die Homberger DRK-Helfer vor Ort. Die von Wehrführer Daniel Müller geplante Übungslage sah den Brand des Haupthauses vor, es sollte gleich an mehreren Stellen brennen. „Schnellstmöglich so viel Wasser wie möglich zum Objekt“, war sein formuliertes Ziel. Die Aufgaben dafür waren planmäßig verteilt, so bauten die Kräfte aus Maulbach an der Rathauszisterne eine Wasserentnahmestelle auf. Die Feuerwehrleute aus Erbenhausen nahmen eine Verstärkerpumpe bis zum Haupteingang des Schlosses in Betrieb. Die Brandschützer aus Ober- und Nieder-Ofleiden bauten eine zweite Wasserversorgung über eine Zisterne unterhalb des Schlosses auf und starteten einen rückseitigen Löschangriff. Die Homberger Feuerwehrleute starteten parallel mehrere Löschangriffe auf dem Schlossgelände und sorgten für die Absperrung, die Ausleuchtung und die Kommunikation über einen Einsatzleitwagen. Ein gespielter Zwischenfall mit einem verletzten Feuerwehrmann ließ die Retter des DRK in Aktion treten, sie mussten demzufolge eine Fußverletzung behandeln.

Das groß angelegte Einsatztraining wurde von einigen Zuschauern verfolgt, darunter Bürgermeisterin Claudia Blum sowie kommunalpolitische Vertreter. Besonders die zahlreich erschienenen Kinder hatten ihre Freude, die Übung zu beobachten.

   

Bilder (c) Weitzel